Aktuelles
300 km Anfahrt für Nichts – oder: Gegen Elgo kann man mal verlieren
Gegner: TSV Speyer, Ergebnis: 3-1 (-26, 24, 18, 18)
Um 21:29 brechen alle Dämme und die Spieler der TSG liegen sich im Kreis tanzend in den Armen und singen: „Gegen Elgo kann man mal verliern...“
Die Ironie, die in den Worten liegt, muss Speyer doppelt wehtun, denn die TSG war nach 8 verlorenen Spielen in Folge das erste Mal wieder in der Regionalliga erfolgreich.
Aber was war geschehen:
21.28Uhr: Aufschlag Speyer, Annahme, Zuspiel auf die Postion 2 und Schulz im Anlauf, mit langem Arm greift er den Ball über dem Block an, den die Spieler des TSV Speyer nicht mehr abwehren können. Die TSG Elgershausen gewinnt das Spiel mit 3-1 nach einem harten Kampf vor einem begeisterten Publikum, welches die TSG von Anfang bis Ende lautstark unterstützt hat.
Der vierte Satz war letztendlich genauso deutlich wie der 3. Satz. In beiden Sätzen konnte Speyer das Tempo der TSG nicht mitgehen und war mit den Angriffen der Elgershäuser maßlos überfordert. Zwar hatte Speyer immer wieder über die Position 4 und durch die Mitte Erfolgserlebnisse, doch fanden sie im gesamten Spielverlauf kein Mittel gegen einen überragend angreifen Marcus Krössin von Seiten der TSG Elgershausen. Jeder Ball, den er bekam, verwandelte er eindrucksvoll in des Gegners Hälfe. Gegenwehr fast unmöglich.
Doch zunächst sah es erst gar nicht nach einem solch erfolgreichen Abend aus:
20Uhr: Anpfiff zum Heimspiel der TSG in einer fremden Halle. Die eigene Halle war belegt, sodass die TSG nach Baunatal ausweichen musste. Und es schien so, als würde sich das Bild der letzten Wochen wiederholen. Die TSG verschlief den Spielstart. Kaum angepfiffen lag man schon mit 7:2 zurück, bevor die Elgos ihren ersten Punkt selbst machten. Bis dahin landeten alle Angriffe im Block von Speyer. Düstere Blicke und schlechte Gedanken waren die Folge. Herold (heute als Coach auf der Bank) nahm eine Auszeit und nahm die Spieler in die Pflicht. Er ordnete einen ruhigen Spielaufbau an. Gesagt getan, das Spiel der TSG stabilisierte sich und plötzlich stand es nur noch 15:15. Zum Ende hatte die TSG sogar den ersten Satzball. Wie in den letzten Spielen war der TSG das Glück nicht hold und der Satz ging noch an Speyer.
Nach dieser Aufholjagd wollten die Spieler es im 2. Satz besser zu machen. Lange Zeit war es ein ausgeglichener Satz, bis Speyer am Ende auf 24:21 davon ziehen konnte. Nach gewonnenem Rückschlag brachte Stederoth mit starken Aufschlägen den Satzgewinn. Erstmalig wurde ein solcher Spielstand gedreht. Das brachte natürlich neue Kräfte hervor. Die Elgos traten auf einmal auf dem Feld mit einem lange verlorenen Selbstbewusstsein auf und dominierten das Spiel bis zum Ende.
18.30Uhr: TSV Speyer kommt mit 7 Spielern zum Auswärtsspiel nach Baunatal. Auf Seiten der Elgos wird gewitzelt, ob das die 7 sind, die beim Abschlusstraining die kurzen Stöckchen gezogen haben und nun die längste Auswärtsfahrt für Speyer machen mussten.
Samstag 10Uhr: Am Morgen stand in den Rheinpfälzer Nachrichten noch die Ankündigung, dass man die 300km fährt um die nächsten 2 Punkte für den Aufstieg in die 3. Liga holen wolle, da man die TSG ähnlich schwach einschätzte wie den Tabellenletzten Lahnstein.
Und wenn dann bei Speyer Spieler zu Hause bleiben, weil ihnen eine Auswärtsfahrt von 300km pro Saison einfach zu viel ist, dann zeigt das, wie ernst man Elgershausen genommen hat, ABER: Gegen Elgo kann man mal verlieren...
Spieler: Breithaupt, Stederoth, Döring, Krössin, Schäfer, Weinrich, Weiß, Herold, Schulz, Leggewie, Ludwig
Fotos vom Spiel der 1. Herren gegen den TSG Speyer
Die 1. Herren besiegt den TSV Speyer mit 3:1 (24:26, 26:24, 25:18, 25:18).
Vorbericht 10. Spieltag Regionalliga SüdWest Herren - TSG im Aufwind
Gegner: TG Rüsselsheim
Ort: Schauenburghalle Hoof
Zeit: Sonntag, 18.12.11 um 15Uhr
Am Sonntag ist der Auftakt zur Rückrunde. Eine Rückrunde die besser laufen soll als die Hinrunde der RegionalligaSaison in die man mit 2 Siegen gestartet war und danach immer wieder Niederlagen einstecken musste. Nachdem man zunächst drei Spiel recht chancenlos hergeben musste, zeigt die TSG einen deutlichen Aufwärtstrend.
Das Spiel gegen Rodheim am letzten Wochenende (unglückliche 2-3 Niederlage) zeigte in vielen Teilen wieder eine kontrollierte und ehrgeizige TSG die auch wieder an sich selbst und das Siegen glaubt.
Mit der TG Rüsselsheim kommt ein Gegner von dem man in der Hinrunde schon die beiden Punkte bekommen konnte. Die Rüsselsheimer sind als Reserve des Zweitligateams nicht zu unterschätzen, da viele Spieler schon Erfahrungen in der 2. Liga gesammelt haben.
Trotzdem ist das Team um Trainer Krössin nach der knappen Niederlage voll motiviert und will sich endlich wieder mal mit Punkten für ein gutes Spiel belohnen.
Anpfiff ist am Sonntag um 15Uhr in der Schauenburghalle Hoof.
Vorbericht 6. Spieltag Regionalliga SüdWest Herren
Gegner:VC Lahnstein - Duell der Aufsteiger
Tage voller Sonne
4. Spieltag Regionalliga Südwest: Elgershausen-TG Mainz-Gonsenheim 0:3 (0:19, 0:20, 0:20)
Sonntag Nachmittag. 13Uhr. Die Sonne lacht. Draußen ist es bitterkalt. Ein Schlüssel wird herumgedreht und die Türen zur Halle in Schauenburg-Hoof öffnen sich für das Elgershäuser Volleyballteam. Der Hausmeister schaltet die Lichter in der Halle an und alle Spieler stürmen hinein, da die Halle ein wenig Wärme bietet. In Windeseile bauen die Spieler der TSG das Feld und die Bewirtung auf, schmeißen sich anschließend in Schale. Jeder hat seine feste Nummer, mit einer Ausnahme: Schulz muss heute mit der ungewohnten 11 auflaufen, aber das trübt die Vorfreude auf das Spiel nicht.
Nach einer kurzen Ansprache geht es raus in die Halle. Die Augen der Spieler fangen schlagartig an zu leuchten, als sie die Bälle sehen, mit denen sie jetzt spielen dürfen.
Kurze Zeit später kommt auch der Gegner aus Mainz. Auf den ersten Blick dachte man vielleicht „Oh da sind viele ja doch ziemlich klein!“. Als sich die Mainzer dann aber auch an den Bällen vergnügen, wird schnell deutlich, dass man es nicht mit Mainzelmännchen zu tun hat.
Bis zum 11-11 können die Elgos bei guter Stimmung noch mithalten, dann kann sich Gonsenheim zum ersten Mal ein wenig absetzen. Sehr beeindruckend, auf welch hohem Niveau die „kleinen“ Mainzer annehmen, abwehren und angreifen. Immer wieder kann die TSG aber den Anschluss finden, doch am Ende reicht es nicht: der Satz ist weg.
In Satz 2 und 3 ein ähnliches Bild, Die Elgos laufen Rückständen hinterher, egalisieren sie und laufen dann doch wieder hinter ihnen her. Gerade zum Ende der Sätze legt der Gegner immer noch mal einen oben drauf. Da zeigt sich was es bedeutet, wenn man eine Liga höher gegen bessere Gegner spielt. Wo man noch in der Vorsaison locker die Sätze nach Hause schaukeln konnte, fehlt heute in den Endphasen ein wenig die Durchschlagskraft.
Nach 70 Minuten pfeift der Schiedsrichter das Spiel ab. 0-3. Im Gegensatz zum Spiel in der Vorwoche verließen die Elgos das Spielfeld aber erhobenen Hauptes. Man hatte ordentlich gespielt, doch der Gegner war besser. Aber genau das wollte man doch, als man sich entschied, den Aufstieg wahrzunehmen. Man wollte nicht mehr schlechte Spiele auf schlechtem Niveau gewinnen. Man wollte wieder gefordert werden, man wollte, dass man wieder regelmäßig ans Limit gehen muss. Genau dieses Bild zeigt sich nun in der Regionalliga: Um ein Spiel gewinnen zu können, müssen wieder Topleistungen abgerufen werden. Es steht also einiges an Arbeit für Trainer Krössin an...
Sonntag 17.30. Die Sonne lacht noch immer. Es ist immer noch bitterkalt. Wieder wird ein Schlüssel herum gedreht. Die Halle ist wieder zu. Das war ein kurzer Spieltag...
Schön, Breithaupt, Krössin, Weinrich, Weiß, Herold, Kromrei, Ludwig, Karpowitz, Stederoth, Döring, Schulz
Vorbericht 4. Spieltag Regionalliga SüdWest Herren
Der Meisterschaftsfavorit kommt nach Nordhessen
Am kommenden Sonntag steht das 2. Heimspiel in der Regionalliga Südwest für die TSG Elgershausen auf dem Spielplan. Zu Gast ist diesmal TGM Mainz-Gonseheim.
Das Team von Trainer Franz Schaus ist im Durchschnitt noch sehr jung, aber das hindert das Team nicht, schon von Beginn der Saison vom Aufstieg in die 2. Liga zu reden. Die bisherigen Ergebnisse zeigen beeindruckend, dass Mainz bisher auf einem guten Weg ist, dieses Ziel auch zu erreichen: 3 Spiele – 3 Siege bei bisher nur 2 verlorenen Sätzen.
Trotzdem müssen sie die Hürde in Hoof nehmen und die Mannschaft von Spielertrainer Marcus Krössin erst einmal schlagen, zumal sich die Elgos immer als Heimstark präsentierten. Die Leistung aus dem letzten Heimspiel lässt da nur hoffen zumal die Elgos nach dem unnötig verlorenen Spiel in Speyer einiges wieder Gut machen wollen.
Erstmals werden die Elgos in dieser Saison auch mit der vollen Mannschaft auflaufen können. Krössin hat also die Qual der Wahl.
Spielbeginn ist am Sonntag den 23.10.2011 um 15Uhr in der SchauenburgHalle in Hoof.
Kaffeefahrt in die Domstadt Speyer
TSV Speyer - TSG Elgershausen 0:3 (25:14, 25:22, 25:23)
Nachdem der DVV in der Regionalliga Südwest den Elgershäusern einen Ausflug in die schöne Domstadt Speyer geschenkt hat, machte sich die Gruppe um Anführer Marcus Krössin am vergangenen Samstag bei schönstem sonnigen Wetter auf den Weg. Die Reise ging in Kassel in einem äußerst komfortablen Bus los. Im Bus herrschte beste Stimmung bei Doppelkopf und Radio-Live-Berichterstattung der Fußball Bundesliga.
Je näher sich die Gruppe Speyer näherte um so größer wurde das Interesse für die Domstadt. Als der Dom dann sogar in Sichtweite war, brachen alle Dämme, so beeindruckt war man von diesem romanischen Bauwerk, welches 1981 als zweites deutsches Denkmal ins UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen wurde und seit der Zerstörung der Abtei Cluny die größte erhaltene romanische Kirche der Welt ist. Der Dom zu Speyer nimmt in der romanischen Architektur eine besondere Stellung ein, da er zahlreiche Impulse für die architektonische Entwicklung in ganz Mitteleuropa gab.
Aufgrund des Zeitdrucks der knapp kalkulierten Fahrtroute hatte man leider keine Zeit den Dom, der seit 1996 grundlegend für eine geschätzte Summe von 26Mio Euro bis 2015 restauriert werden soll von Innen zu besichtigen.
Ebenfalls beeindruckte die nordhessische Deligation das, vom Michelin-Führer empfohlene, Feinschmeckerlokal „Currywurst Sau“, welches in unmittelarer Nähe zum Dom seinen Platz gefunden hat. Auch hier fand man leider nicht die Zeit anzuhalten da man der Einladung des TSV Speyers zu einer kleinen sportlichen Auseinandersetzung folgen musste.
Nach einer Irrfahrt durch die märchenhaft verwinkelten und durch seine außergewöhnlich schöne Architektur auffallenden Sträßchen der Altstadt kamen die Elgershäuser am frühen Abend in der Spielstätte der Speyerer an. Deren Trainer Michael Hefter hatte im Vorfeld der Partie ein wenig Öl ins Feuer gekippt und die Elgos als Mannschaft des unteren Tabellendrittels bezeichnet.
Davon angestachelt wollte der bis dahin überragende Tabellenführer aus Nordhessen Hefter eines besseren belehren.
Mit guten Vorsätzen in die Partie gegangen zeichnete sich jedoch schnell ein Bild der Ernüchterung. Viele Eigenfehler schenkten dem TSV den ersten Satzsieg. In den Sätzen zwei und drei sah es glücklicherweise etwas anders aus. Trotzdem gingen beide Sätze, wenn auch nur sehr knapp, an Speyer. Viel ist nicht zu dem Spiel zu sagen, außer dass die Elgos phasenweise gutes Volleyball spielten, aber jedoch zum Ende der Sätze immer wieder ihr Spiel nicht zu Ende führen konnten. Damit ist leider nun die Tabellenführung erst einmal Geschichte (Letzte Hoffnung: Grüner Tisch). Eine Frage bleibt aber nach der Aussage des Trainers von Speyer noch: Wenn er selbst die Elgos nur im hinteren Drittel sieht, wo sieht er dann sein Team nach der Partie (auch wenn diese gewonnen wurde)?
Spieler: Breithaupt, Kromrei, Stederoth, Karpowitz, Döring, Krössin, Schäfer, Weinrich, Weiß, Herold
2. Spieltag Regionalliga SüdWest Herren
TSG Elgershausen - Eintracht Wiesbaden 3-0 (-23, -19, -23)
Wie ein kleines gallisches Dörfchen...
Wir befinden uns im Jahre 2011 n.Chr. Die ganze Regionalliga SüdWest ist von Südhessischen Teams besetzt... Die ganze Regionalliga? Nein! Ein von unbeugsamen Elgos bevölkertes Dorf hört nicht auf, den Eindringlingen Widerstand zu leisten. Und das Leben ist nicht leicht für die südhessischen Teams, die als Besatzung in den befestigten Lagern wie Rüsselsheim, Wiesbaden, Kriftel etc. stationiert sind.
Es fängt schon damit an, dass sie jeweils 1x im Jahr vom großen Herrscher (Hessischer Volleyball Verband) gegen die widerspenstigen Elgos ins so weit entlegene Nordhessen geschickt werden um im direkten Duell die Festung Elgershausen einzunehmen.
Am vergangenen Samstag kam die Mannschaft von Eintracht Wiesbaden um ihren Versuch zu starten. In Elgershausen war man aber sehr gut auf den gegnerischen Angriff vorbereitet, sodass der kurzweilige Ansturm der Südhessen auch ganz schnell im Keim erstickt wurde.
Vor einer Kulisse von über 150 Zuschauern legten die Elgos nach einer erst mißglückten Annahme einen guten Start hin und gingen schnell in Führung.
Die Basis für den Erfolg legte Rückkehrer Matthias Heroldix, der als Libero ein überragendes Spiel ablieferte. Er war überall und entschärfte so ziemlich jede neue Angriffswelle, kaum zu glauben, dass Heroldix fast ein halbes Jahr spielerisch ausgesetzt hatte. Im Zuspiel hatte Alex Schönix dann in weitesten Teilen einfaches Spiel und konnte sich seine Abnehmer aussuchen. Besonders herausragend war hier Patrick Karpowitzix. Im Nachhinein fragt man sich immer noch, ob es mal einen Angriff gab, den er nicht mit einem direkten Punkt abgeschlossen hat.
Nur zum Ende des ersten Satzes kam Wiesbaden noch einmal heran, nachdem sich Elgershausen mit bis zu sechs Punkten zwischenzeitlich absetzen konnte. Am Ende verwandelten die Elgos aber ihren ersten Satzball zur 1-0 Satzführung.
Im zweiten Satz das selbe Bild wie im ersten. Mit starken und präzisen Aufschlägen setze man Wiesbaden mächtig unter Druck und sie hatten Schwierigkeiten ihr Angriffsspiel variabel aufzuziehen. Das machte es den Elgos wiederum leicht im Block zu agieren. Während hier im ersten Saisonspiel gegen Rüsselsheim noch erhebliche Defizite zu beklagen waren, konnte der Block diesmal voll und ganz überzeugen. Wieder gingen die Nordhessen schnell und deutlich in Führung. Diesmal gab es keinen Einbruch und der Satz ging deutlich mit 25-19 zu Ende.
Mit guter Stimmung und der Unterstützung der zahlreichen Zuschauer ging es in den dritten Satz wo die Elgos auch gleich wieder in Führung gingen. In Phasen wo Wiesbaden wieder heran kam, wurden kluge Auszeiten genommen die den Spielfluss der Eintracht unterbrachen. Trotzdem wurde es am Ende nochmal etwas knapper. Letztendlich verwandelte aber Karpowitzix den ersten Matchball zum klaren und absolut verdienten 3-0 Sieg.
Auch bei der Eintracht zollte man den starken Leistungen der TSG Respekt, der einzige Wehrmutstropfen der Südhessen war dann nur noch, dass sie die so weite Rückfahrt von 220km noch vor sich hatten. Da kann man schon als norhessisches Team echt Mitleid haben, dass die Südhessen einmal in der Saison einen solchen weiten Weg auf sich nehmen müssen um dann geschlagenen Hauptes nach Hause fahren zu müssen. Nur gut, dass sie sich ansonsten im Umkreis von 60km bewegen können um ihre Spiele untereinander austragen zu können.
In Südhessen fragt man sich seit geraumer Zeit, was das Geheimnis der Elgos ist und woher sie ihre große Kraft nehmen. Dafür wurden auch schon im Vorfeld auch Spione nach Nordhessen geschickt (Spieler die die Ü35 der Elgos bei den Seniorenmeisterschaften unterstützen). Diese kehrten aber immer wieder zu ihren Mannschaften zurück und konnten nicht von einem geheimen Zaubertrank berichten. Die Stärke der Elgos kommt aus der mannschaftlichen Geschlossenheit und der absoluten Harmonie im Team.
Und die ganze Nacht hindurch feierten die immer noch von Südhessischen Teams ungeschlagenen Elgos unter klarem Himmel und bei hellem Mondschein am Lagerfeuer bei Wildschwein (Schnitzel) und Wein (Bier) ihren Sieg.
Spieler der TSG: Schönix, Breithauptix, Kromreix, Leggewix, Karpowitzix, Stederothix, Döringix, Krössinix ©, Schäferix, Weinrichix, Heroldix, Weißix
Vorschau nächster Spieltag: 15.10.2011 gegen TSV Speyer
Beim am weitest entferntesten Gegner dem TSV Speyer wollen die Elgos natürlich an die Erfolge anknüpfen und die Tabellenspitze verteidigen. Der Gegner ist im Vorfeld schlecht einzuschätzen, dennoch ist zu erwähnen, dass Speyer das erste Saisonspiel deutlich mit 3-0 gewinnen konnte. Da sie am 2. Spieltag spielfrei waren ist es also wieder ein Duell zweier noch ungeschlagener Teams.
Die Leistungssteigerungen der Elgos gegenüber dem ersten Spiel in Rüsselsheim lassen die Spieler der TSG mit breiter Brust die weite Fahrt antreten.
Frisch aus der HNA: Abtauchen ins Volleyball-Glück
Kassel/Schauenburg. Das rosarote Schwein fällt auf. Verlassen steht es auf dem Tisch und fordert mit großen Buchstaben sein ganz eigenes Glück: „Anstands-Euro“ steht da geschrieben. Der freiwillige Eintritt für Höchstleistungen der Oberliga-Volleyballerinnen des TV Jahn. Ihr sportliches Glück haben sie bereits mit dem Meistertitel gefeiert. Die Männer der TSG Elgershausen wollen das nun auch schaffen. Wir haben uns am Samstag einmal auf die Spuren der beiden erfolgreichen Volleyball-Teams begeben.
16 Uhr
Sporthalle Schillerstraße. Hier werden Meister gemacht. Noch liegt der hellgrüne Parkettboden ruhig, leer und verlassen da. Es riecht ein bisschen muffig. Der übliche Geruch einer Sporthalle eben. Die ersten Spielerinnen vom TV Jahn trudeln ein. Sabine Schwarzbach, Maya Englisch, Corinna Hartwig und Karina von Kentzinsky.
Das Spiel um 18 Uhr gegen Mörfelden ist nicht mehr von Bedeutung. Meister sind sie längst. Trotzdem macht sich nichts von selbst. Netz aufbauen, Bänke schleppen – auch in der Regionalliga wird sich das nicht ändern. „Dabei hatte die Saison gar nicht gut angefangen. Die Verlegung des neuen Hallenbodens hat sich so hingezogen, dass wir hier lange nicht trainieren konnten“, erinnert sich Maya Englisch.
Aber vielleicht war das auch gut so. Denn Ende April 2010 ging hier in der Sporthalle Schillerstraße das Relegations-Rückspiel um den Regionalliga-Aufstieg mit 1:3 gegen Saarbrücken verloren. Nach dem 3:1-Sieg im Hinspiel fehlten fünf Punkte zum Glück. Eine Volleyball-Winzigkeit. „Danach herrschte unglaubliche Leere. Aber jetzt denkt da keiner mehr dran“, sagt Spielführerin Rebecca Rigbers.
17 Uhr
Mittlerweile ist das gesamte Team eingetroffen und macht sich warm. Laufen, pritschen, baggern, schmettern – nicht nur die junge Garde zwischen 20 und 29 hat ihren Anteil zum Titel beigetragen. Viel Erfahrung steuerten Ina Schwalm und Conny Wilke bei. Oder auch Lilly Ruge (31), die erst vor fünf Monaten zum zweiten Mal Mama wurde. Ja, es ist eine große Volleyball-Familie.
Und der Trainer ist erst 28 Jahre alt und genießt trotzdem richtig viel Autorität. „Das klappt eigentlich sehr gut. Wir haben einfach eine gute Mischung, die auch in der Regionalliga bestehen kann“, sagt Florian Margraf. Wenig später ist der zwölfte Saisonsieg unter Dach und Fach (Artikel unten), und wir fahren weiter in die Schauenburghalle nach Hoof.
20 Uhr
Anpfiff für die TSG Elgershausen gegen Kriftel. Ein Sieg reicht zum Titel in der Oberliga. Für die Zuschauer heißt es nun eine gute Stunde lang zurücklehnen, genießen und jubeln. Zuspieler Alex Schön (41) verteilt die Bälle wie in alten Zeiten, auch Spielertrainer Marcus Krössin (37) hat noch nichts verlernt. Kriftel muss gegen die starken Angriffe von Felix Kromrei und Clemens Weinreich letztlich kapitulieren. 3:0 (25:16, 25:15, 25:18) heißt es am Ende.
21.15 Uhr
Die Meisterschaft ist perfekt. Doch wollen sie überhaupt aufsteigen? „Darüber machen wir uns demnächst Gedanken. Heute feiern wir erst mal“, sagt Marcus Krössin. Die Regionalliga lockt, doch halten die Knochen der End-dreißiger und Anfangvierziger noch für die dritthöchste Spielklasse? „Wie es in uns drinnen aussieht, erzählen wir uns schon des Öfteren. Der äußere Eindruck täuscht auch mal“, sagt Alex Schön.
41 Jahre ist das nordhessische Volleyball-Urgestein alt, seit 32 Jahren spielt er aktiv. Zweite Bundesliga, Regionalliga – Hessen Kassel, Wehlheiden, Wilhelmshöhe, Vellmar, Elgershausen. Als Spieler und auch als Trainer gibt es nicht viel, was Schön nicht erlebt hat. „Dabei habe ich damals erst Fußball gespielt. Dann bin ich einmal ins Training zu Gerhard Löber gegangen, und seitdem spiele ich Volleyball.“
Und wie sieht’s bei den jungen Spielern aus? „Ich bin heiß auf die Regionalliga“, sagt Libero Stefan Weiß, 21, der Jüngste. Auch Timo Breithaupt (29) will aufsteigen: „Hier haben alle richtig Bock auf Volleyball. Das macht unendlich Spaß, auch in der Regionalliga.“
Dort hat auch Klaus Schäfer schon gespielt. Zum Beispiel beim SSC Vellmar. Es ist kurz vor 22 Uhr. Als einer der wenigen ist er schon geduscht. Nun steht er auf dem Feld in Polizeiuniform. Der letzte Zug zur Dienststelle nach Darmstadt geht um 22.30 Uhr. Arbeitsbeginn: früh morgens um sechs. Bis dahin feiert er noch sein ganz persönliches Glück. Klaus Schäfer wird heute 37 Jahre alt.
Von Torsten Kohlhaase
Immer eine Schippe mehr
Elgershausens Volleyballer mit schnellen Ballwechseln zum Sieg gegen Frankfurt
Schauenburg. „ Wir können immer noch eine Schippe drauflegen“ , sagte Markus Krössin, Spielertrainer der TSG Elgershausen, nach dem Auftakterfolg am Sonntag in der Volleyball-Oberliga.
Der 3:0 (25:20, 25:21, 27:25)-Sieg gegen Orplid Frankfurt war hart erarbeitet. Am Ende hatten die Schauenburger etwas Glück und punkteten zum schnellen Erfolg in der neuen Saison. Im ersten Satz zeichnete sich bereits ab, dass beide Teams nahezu gleichwertig spielten. Keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen . Das Spiel war geprägt von kurzen Ballwechseln und wurde immer wieder hektisch. Erst beim 21: 20 zogen die Elgos mit schnellen Bällen davon und holten den ersten Satz.
Im zweiten Satz führten die Frankfurter lange Zeit. Elgershausen glich beim 17:17 aus. „Frankfurt schlägt stark auf und hat gute Angreifer “, beschrieb Libero Matthias Herold die Schwierigkeiten der Elgos. Am Ende war es der Doppelblock von Markus Krössin und Patrick Karpowitz gefolgt von einem Fehler der Gäste, der Elgershausen den Satzerfolg brachte.
Harte Bälle bestimmten lange den dritten Satz. Es gab kaum einen wirklichen Spielaufbau, sondern höchstens zwei Ballwechsel bevor der Ball hart in die gegnerische Hälfte platziert wurde. Die Gäste führten erneut, aber die Elgershäuser ließen sie nicht davonziehen.
In der Annahme hatten die Elgos mit den Aufschlägen zu kämpfen . Die Hereinnahme von Ralf Schulz brachte hier Entlastung. 22:24 stand es, bevor die Elgos die Wende schafften.
Fürs Erste bin ich zufrieden“, sagte Krössin. Kleine Schwachstellen habe es gegeben, aber das sei nicht ungewöhnlich für die erste Saisonpartie.
TSG: Breithaupt, Herold, Karpowitz, Krössin, Kromrei, Schäfer, Schön, Schulz, Weinrich.
Von Karsten Leonhäuser (HNA)
















































