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300 km Anfahrt für Nichts – oder: Gegen Elgo kann man mal verlieren

Geschrieben am 23.01.2012 in den Bereichen 1. Herren von Maike Tödtloff (Kommentare: 0).

Gegner: TSV Speyer, Ergebnis: 3-1 (-26, 24, 18, 18)

Um 21:29 brechen alle Dämme und die Spieler der TSG liegen sich im Kreis tanzend in den Armen und singen: „Gegen Elgo kann man mal verliern...“

Die Ironie, die in den Worten liegt, muss Speyer doppelt wehtun, denn die TSG war nach 8 verlorenen Spielen in Folge das erste Mal wieder in der Regionalliga erfolgreich.

Aber was war geschehen:
21.28Uhr: Aufschlag Speyer, Annahme, Zuspiel auf die Postion 2 und Schulz im Anlauf, mit langem Arm greift er den Ball über dem Block an, den die Spieler des TSV Speyer nicht mehr abwehren können. Die TSG Elgershausen gewinnt das Spiel mit 3-1 nach einem harten Kampf vor einem begeisterten Publikum, welches die TSG von Anfang bis Ende lautstark unterstützt hat.

Der vierte Satz war letztendlich genauso deutlich wie der 3. Satz. In beiden Sätzen konnte Speyer das Tempo der TSG nicht mitgehen und war mit den Angriffen der Elgershäuser maßlos überfordert. Zwar hatte Speyer immer wieder über die Position 4 und durch die Mitte Erfolgserlebnisse, doch fanden sie im gesamten Spielverlauf kein Mittel gegen einen überragend angreifen Marcus Krössin von Seiten der TSG Elgershausen. Jeder Ball, den er bekam, verwandelte er eindrucksvoll in des Gegners Hälfe. Gegenwehr fast unmöglich.

Doch zunächst sah es erst gar nicht nach einem solch erfolgreichen Abend aus:
20Uhr: Anpfiff zum Heimspiel der TSG in einer fremden Halle. Die eigene Halle war belegt, sodass die TSG nach Baunatal ausweichen musste. Und es schien so, als würde sich das Bild der letzten Wochen wiederholen. Die TSG verschlief den Spielstart. Kaum angepfiffen lag man schon mit 7:2 zurück, bevor die Elgos ihren ersten Punkt selbst machten. Bis dahin landeten alle Angriffe im Block von Speyer. Düstere Blicke und schlechte Gedanken waren die Folge. Herold (heute als Coach auf der Bank) nahm eine Auszeit und nahm die Spieler in die Pflicht. Er ordnete einen ruhigen Spielaufbau an. Gesagt getan, das Spiel der TSG stabilisierte sich und plötzlich stand es nur noch 15:15. Zum Ende hatte die TSG sogar den ersten Satzball. Wie in den letzten Spielen war der TSG das Glück nicht hold und der Satz ging noch an Speyer.

Nach dieser Aufholjagd wollten die Spieler es im 2. Satz besser zu machen. Lange Zeit war es ein ausgeglichener Satz, bis Speyer am Ende auf 24:21 davon ziehen konnte. Nach gewonnenem Rückschlag brachte Stederoth mit starken Aufschlägen den Satzgewinn. Erstmalig wurde ein solcher Spielstand gedreht. Das brachte natürlich neue Kräfte hervor. Die Elgos traten auf einmal auf dem Feld mit einem lange verlorenen Selbstbewusstsein auf und dominierten das Spiel bis zum Ende.

18.30Uhr: TSV Speyer kommt mit 7 Spielern zum Auswärtsspiel nach Baunatal. Auf Seiten der Elgos wird gewitzelt, ob das die 7 sind, die beim Abschlusstraining die kurzen Stöckchen gezogen haben und nun die längste Auswärtsfahrt für Speyer machen mussten.

Samstag 10Uhr: Am Morgen stand in den Rheinpfälzer Nachrichten noch die Ankündigung, dass man die 300km fährt um die nächsten 2 Punkte für den Aufstieg in die 3. Liga holen wolle, da man die TSG ähnlich schwach einschätzte wie den Tabellenletzten Lahnstein.

Und wenn dann bei Speyer Spieler zu Hause bleiben, weil ihnen eine Auswärtsfahrt von 300km pro Saison einfach zu viel ist, dann zeigt das, wie ernst man Elgershausen genommen hat, ABER: Gegen Elgo kann man mal verlieren...

Spieler: Breithaupt, Stederoth, Döring, Krössin, Schäfer, Weinrich, Weiß, Herold, Schulz, Leggewie, Ludwig

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